Tiere


Makros vergangener Wochen

An den letzten Wochenenden war ich früh Morgens immer wieder mal auf der Wiese und habe neue Makros geschossen. Da kommt einiges an Bildmaterial zusammen. Hier möchte ich eine Auswahl meiner Lieblingsbilder zeigen. 🙂


Aurorafalter, Wollschweber und ein Dickkopf

Bei der letzten Makrotour hatte ich auch mein erstes Aurorafalter-Weibchen, Anthocharis cardamines, gefunden. Der Falter ist bekannt für sein schwarz/gelbgrünliches Muster an den Unterseiten der Flügeln. Seinen englischen Namen, orange tip, hat er von dem orangen Fleck an der Oberseite der Flügelspitzen des, wie so oft im Tierreich, auffallender gefärbten Männchens. Die Weibchen haben dagegen nur einen schwarzen Fleck.

Weiters konnte ich einen Wollschweber beim morgendlichen Dehnen ( 😉 ) fotografieren sowie einen müde dreinschauenden Kronwicken-Dickkopffalter.


Osterluzeifalter

Letztes Wochenende konnte ich wieder den Osterluzeifalter bei einer Makrotour entdecken. Obwohl es nur eine Woche her ist, seit ich meine ersten frischen und farbenfrohen Falter fand, so kann man nun schon erste Abnutzungserscheinungen an den Flügeln beobachten. Nichtsdestotrotz ist ist er immernoch ein wunderschöner Falter. Diesmal war auch eine Aufnahme mit geöffneten Flügeln und ein detailreicher Stack aus 8 Aufnahmen möglich.

Ein Vergleich der Flügel mit einer um eine Woche jüngeren Aufnahme.


Osterluzeifalter und andere Insekten 2

Mit diesem Beitrag kann ich mit einer persönlichen Sensation aufwarten! Ich freue mich, Bilder des Osterluzeifalters zeigen zu können. Dieser ist genau so schön, wie er selten ist. Der Falter ist über ganz Südeuropa verbreitet, finden kann man ihn aber nur an einigen sehr begrenzten Stellen. In Österreich ist er vom Aussterben bedroht und gilt als stark gefährdet. Ich freue mich riesig, dass ich diesen wunderschönen Ritterfalter endlich entdeckt habe!

Weiters gibt es Fotos von einem Magerrasen-Perlmuttfalter und einiger anderer kleiner Fliegen, welche massenhaft zu finden sind.

Auch das Kleine Knabenkraut wächst in anderen Farbvariationen und bringt nun etwas mehr Farbe auf die Orchideenwiesen.


Neue Makros

Endlich gab es mal wieder eine morgendliche Makrotour, es hatte mich schon viel zu lange in den Fingern gejuckt! Es hatte sich ausgezahlt, so konnte man schon das Kleine Knabenkraut, einige überwinterte Winterlibellen, eine Kürbisspinne und eine Eintagsfliege finden. Besonders freue ich mich auch über den Fund der Frühlings-Raubfliege (Erax barbatus). Ich bin gespannt was die Makrosaison 2015 für einen bereit hält!


Makros vom Sommer

Der Frühling lässt sich nicht mehr so leicht vertreiben und bald geht es wieder los mit dem Gekrabbel. In Einstimmung darauf gibt es hier noch ein paar Makroaufnahmen vom Sommer 2014.


Wespenportrait

Heute habe ich ein Wespenportrait für euch!

Schaut beeindruckend aus, ist aber vom ethnischen Standpunkt nicht immer ganz einwandfrei. Damit so ein Portrait gelingt sind eine kurze Motiventfernung, eine lange und/oder mehrere Aufnahmen nötig, welche das Risiko von verwackelten Aufnahmen erhöhen. Um das zu vermeiden wird gerne auf tote Insekten zurückgegriffen. Die halten still. Wie man die Insekten aber nun zum Stillhalten bekommen hat, darüber wird oft geschwiegen oder behauptet das Insekt lebe noch. Ein Insekt nur für ein Foto zu töten ist eine ziemlich umstrittene Aktion. Deshalb sollte zumindest ehrlich angegeben werden ob das Insekt zum Aufnahmezeitpunkt noch lebte.

Bei Wespen und Bienen gibt es eine leichte Methode um das herauszufinden, denn wenn diese Sterben bildet sich eine Kiefersperre. Dabei verkannten sich  die Mundkiefer ineinander und sind nicht mehr zu lösen. Das lässt sich gut an meiner Wespe erkennen, welche ich eines Tages tot in der Wohnung fand. Anstatt sie zu entsorgen, nutzte ich ich die Möglichkeit um meine Stacking-Aufnahmetechnik zu verbessern.

Das Bild enstand dabei aus 40 Aufnahmen bei denen der Fokus von den Fühlern beginnend immer leicht nach hinten verschoben wurde. Es wurde für je 2 Sekunden belichtet, das Licht kam dabei durch ein Fenster von links. Die rechte Gesichtshälfte wurde, der Symmetrie wegen, durch einen kleinen Reflektor aufgehellt. Die Aufnahmen wurden anschließend am PC zusammengerechnet und kleine Makel ausgebessert.

Das es ohne viel Stacking, sondern nur mit einer Aufnahme (mit Blitzlicht) und das vorallem mit lebendigen(!) Insekten auch geht zeigt, unter anderem, besonders eindrucksvoll Ondrej Pakan!


Wieder Makros

So, jetzt ist es zunächst mal genug an Wiener Sehenswürdigkeiten. Es gibt wieder neue Makrobilder!

 

Das erste Bild zeigt eine Frontalaufnahme einer Schwebfliege. Aufgenommen mit dem 100mm Makroobjektiv plus einem 31mm Zwischenring und dem RaynoxDCR250. Die Vergrößerung beträgt ~2,6. Um die Kopfpartie scharf zu bekommen, war ein Stack aus 15 Aufnahmen nötig.

 

Hierbei könnte es sich um eine weibliche Johannis-Haarmücke (Bibio johannis) handeln. Das Setup und die Vergrößerung ist in etwa die Gleiche wie bei der Schwebfliege. Das linke Bild ist ein Stack aus 45 Aufnahmen, das Rechte ein Ausschnitt davon. Um die Details am Kopf besser sichtbar zu machen, wurde das Bild um zwei Drittel beschnitten (ingsesamt ~ 4-fache Vergrößerung). Außerdem ist der Grabdorn an den Vorderbeinen erkennbar, welche von den Weibchen für die Eiablage benutzt wird.

 

Das letzte Bild zeigt einen mir unbekannten Käfer, dessen schillernde Behaarung mich faszinierte. Für diese formatfüllende Aufnahme wurde neben dem Makroobjektiv wieder ein 31mm Zwischenring und der Raynox250DCR eingesetzt, welche zu einer 2,6-fachen Vergrößerung führten. Es handelt sich dabei um einen Stack aus 27 Aufnahmen.


Perlenfliege(r) und andere Makros

Es geht wieder weiter mit neuen Makros und zwar diesmal mit wesentlich größerem Abbildungsmaßstab. Für folgende Aufnahmen kam mein 100mm Makroobjektiv mit Zwischenringen und der Raynox 250DCR Vorsatzlinse zum Einsatz. Durch die starke Vergrößerung wird die Schärfeebene dabei so klein, dass das Motiv mittels einer Aufnahme nicht mehr vollständig scharf wird. Abhilfe dafür verschafft das sogenannte „Focus-Stacking“. Dabei wird mit einem Schlitten die Kamera über mehrere Aufnahmen noch vorne oder hinten verschoben. Die erhaltenen Aufnahmen werden anschließend am PC zu einem Bild mit durchgängiger Schärfe verrechnet. Bei starken Vergrößerungen ist das oft die einzige Methode um ein scharfes Bild zu erhalten. Leider ist sie sehr anfällig für Verwacklungen, welche zu Doppelkonturen im Endergebnis führen. Ohne einem präzisen Schlitten und einem absolut ruhigen Motiv geht es kaum.

 

Fliege-mit-Morgentau_29Stacks_DCR250_X2_0,75Crop2014Anfangen möchte ich mit dieser gewöhnlichen Fliege, die ich am Morgen auf einer taubedeckten Wiese gefunden habe und sie deshalb „Perlenfliege(r)“ getauft habe. Die vielen Tropfen haben mich sofort fasziniert und ich wollte eine möglichst bildfüllende Detailaufnahme haben. Es handelt sich bei dieser Aufnahme um einen Stack aus 29 Einzelbildern. Zum Einsatz kam dabei das Makroobjektiv und die Vorsatzlinse welches zu einer ~2 fachen Vergrößerung führt.

 

Das zweite Bild zeigt den Kopf einer männlichen Märzfliege. (Die Weibchen haben wesentlich kleinere Augen.) Diese Aufnahme wurde aus 10 Einzelbildern zusammengesetzt. Zum Einsatz kam neben der Makrolinse, ein 31mm Zwischenring und die Vorsatzlinse welche zu einer ungefähren 2,6 fachen Vergrößerung führten.

 

Schmetterlingseier_2_2014

Schmetterlingseier_2014Das letzte Bild war ein glücklicher Zufallsfund, zu welcher Art diese Eier gehören konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden. Ich finde es faszinierend, was für Details und Strukturen an solchen kleinen unscheinbaren Eiern zu entdecken sind. Das erste Bild ist eine Einzelaufnahme und dient der Übersichtlichkeit, das zweite Bild entstand aus 16 Einzelaufnahmen.