Mit dem Polfilter am Donaukanal


Neulich, an einem sonnigen Nachmittag im Februar, war ich am Donaukanal spazieren. Mit dabei meine Kamera und einem neuen Polfilter den ich unbedingt ausführen wollte. Ein Polfilter ist nur für polarisiertes Licht, also Licht welches in einer Ebene orientiert ist, durchlässig. In der Fotografie ist das nützlich um Reflexionen auf Oberflächen zu minimieren oder zu verstärken. Gegen den Himmel gerichtet wird ebenfalls ein Teil des Lichts gefiltert und der Himmel verliert an Leuchtkraft, welches sich in einem tieferen Blauton niederschlägt. Also ideal um einen überbelichteten Himmel zu vermeiden. Dieser Effekt tritt am stärksten im 90°-Winkel zur Sonne auf und nimmt in beide Richtungen ab.

Hier einige Bilder welche den Unterschied verdeutlichen. Links ist das Foto ohne und rechts mit Polfilter zu sehen. Die Aufnahme erfolgte freihand und wurde am PC deckungsgleich (mehr oder weniger) übereinander gelegt. Um die Bilder angemessen vergleichen zu können wurden sie mit den gleichen Einstellungen bearbeitet. (Hauptsächlich wurden die Tiefen angehoben und die Sättigung etwas erhöht.) Für die Verkleinerung wurden beide Versionen leicht nachgeschärft.

 Donaukanal mit Ringturm von der Salztorbrücke aus.

Urania und Uniqua-Tower.

Bei beiden Fotos befand sich die Sonne ungefähr 90° auf der linken Seite. Eine Abschwächung des Polfiltereffekts ist dabei zur linken Bildhäfte bemerkbar. Was am stärksten ins Auge fällt, ist der erhöhte Kontrast durch den dunkleren Himmel und das hervortreten der Wolken, welche ohne Polfilter im hellen Himmel fast untergegangen wären. Auch Spiegelungen an Gebäudeglasfronten und Reflexionen wurden verringert.

 

Als Abschluss gibt es von der Urania ein dezentes Gegenlicht-Lensflare-HDR aus drei Aufnahmen mit je einer Blende unterschied.